"Forensik - und dann?" - Aufgaben und Herausforderungen in der Sozialpsychiatrie

Die Zahl der Unterbringungen im psychiatrischen Maßregelvollzug ist unverändert hoch. Die Sozialpsychiatrie ist gefordert die Menschen wieder in die Gemeinde, im Zuge einer forensisch-psychiatrische Nachsorge nach § 63 StGB, zu integrieren.

Viele Mitarbeitende des psychiatrischen Feldes begegnen der Frage nach der Aufnahme ehemals forensischer Klientinnen und Klienten in Einrichtungen der Gemeindepsychiatrie mit großer Unsicherheit und Skepsis. Sie bezieht sich weniger auf die psychische Erkrankung, sondern vielmehr auf das Delikt und das oft schwierig einzuschätzende Gefährdungspotential.

Die Zusammenarbeit zwischen der Welt der Forensik und der Welt der Sozialpsychiatrie wird nicht selten als problematisch erlebt.

Ergebnisse

Die Teilnehmer*innen

  • erarbeiten sich eine Sensibilisierung und Handlungssicherheit für die verschiedenen Arbeitskontexte im Umgang mit forensischen Klientinnen und Klienten.
  • erlernen, wie mit Aggression und Gewalt sowie mit Kontrolle und Zwang in angemessener Form umgegangen werden kann.
  • lernen sinnvolle Kooperations- und Betreuungskonzepte an der Schnittstelle zwischen Sozialpsychiatrie und forensischer Psychiatrie kennen, insbesondere die Möglichkeiten der Wiedereingliederung.

Schwerpunkte

Ausgehend von der Auseinandersetzung mit rechtlichen Fragen und den Rahmenbedingungen forensischer Unterbringungen geht es vor allem um den Umgang mit Aggression und Gewalt auf der einen Seite und Kontrolle und Zwang auf der anderen Seite. Dafür werden wesentliche rechtliche Fragen beantwortet und die richtigen Rahmenbedingungen forensischer Unterbringungen vorgestellt.

Außerdem werden sinnvolle Kooperations- und Betreuungskonzepte an der Schnittstelle zwischen Sozialpsychiatrie und forensischer Psychiatrie vorgestellt, insbesondere die Wiedereingliederung am Beispiel der Erfahrungen aus dem ambulant betreuten Wohnen.

Informationen

12.12.2018 - 13.12.2018

Tagungszentrum Bernhäuser Forst, 70794 Filderstadt

18 Teilnehmende
Mitarbeiter*innen in Einrichtungen und Diensten der Gemeinde- und Sozialpsychiatrie, die mit straffällig gewordenen psychisch erkrankten Menschen arbeiten oder arbeiten wollen

215,00 plus Übernachtung/Verpflegung

Veranst.-Nr.: 643609

Methoden

Input, Diskussion, Fallarbeit

Mitwirkende

Dr. Klaus Masanz, Dipl. Sozialpädagoge, ehemals Heimleiter des Hauses Maybachstraße in Stuttgart, Sozialpsychiatrischer Wohnverbund der eva Stuttgart
Gerd Kijewski, Dipl. Sozialarbeiter, ZfP Süd-Württemberg/Weissenau; Forensische Psychiatrische Institutsambulanz (FPA)

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Kontakt

Inhaltliche Anfragen

Frank Rosenbach
0177-321 26 92

Anmeldung

Michael Rautenberg
030 488 37-495
michael.rautenberg@ba-kd.de