Recht auf Risiko?!

Selbstschädigendes Verhalten von Klienten/Klientinnen im selbstbestimmten Wohnen

"Das Spannungsverhältnis von Selbstbestimmung und Fürsorge ist fundamental für jede freiheitliche Pädagogik". (Dieter Katzenbach)

Diese Ambivalenz im konkreten pädagogischen Handeln aushalten zu können, stellt Mitarbeitende im selbstbestimmten Wohnen oft vor große Herausforderungen. Selbstschädigende Verhaltensweisen der Klient*innen, wie z. B. der Drogenkonsum oder das Messi-Syndrom, konfrontieren die Betreuungs- und Assistenzsysteme mit der Frage nach den Grenzen der Selbstbestimmung. Wo beginnt die Notwendigkeit zur Intervention, wo wird reflexhaft unter dem Paradigma der Fürsorge in Strukturen scheinbar überwundener Fremdbestimmung zurückgegangen?

In der Fortbildung werden diese und andere Fragen in einem gemeinsamen Diskussionsprozess anhand konkreter Fallbeispiele ausgelotet.

Dieses Thema wird zweimal mit identischem Inhalt angeboten.

Ergebnisse

Die Teilnehmenden sind im Aushalten der Ambivalenz von Fürsorge und Selbstbestimmung gestärkt, verfügen über mehr Verständnis für die Gründe selbstschädigenden Verhaltens der Klient*innen; sie erlangen Sicherheit im Umgang damit. Sie sind in der Lage, auch in Krisen die Beziehung zu den Klienten aufrecht zu erhalten. Eigene negative Emotionen können besser ausgehalten werden, das Verständnis für die Prozesse der Gegenübertragung ist verbessert und die Handlungskompetenz bzw. Sicherheit im Umgang mit zukünftigen Krisen erweitert.

Informationen

23.09.2019 - 24.09.2019

Tagungshaus Karneol, 48565 Steinfurt

19 Teilnehmende
Fachkräfte in ambulanten Diensten der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung

205,00 plus Übernachtung/Verpflegung

Veranst.-Nr.: 656110

Methoden

Impulsreferate, Videos, biografiebezogene Fallbesprechungen, Kollegiale Beratung/Intervision, Diskussion im Plenum

Mitwirkende

Rainer Scheuer, Dipl. Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Saarbrücken

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Kontakt

Inhaltliche Anfragen

Frank Rosenbach
0177-321 26 92

Anmeldung

Michael Rautenberg
030 488 37-495
michael.rautenberg@ba-kd.de