Grundlagen Sozialräumlichen Arbeitens in multikulturellen Wohnquartieren

Einbeziehung migrantischer Milieus statt Stigmatisierung von "Parallelgesellschaften"

Benachteiligte Quartiere sind oft gekennzeichnet durch einen hohen Anteil von Anwohner*innen mit einem "Migrationshintergrund". Gemeinwesenarbeit soll bürgerschaftliches Engagement fördern, Hilfeangebote zu entwickeln. Dabei ist die Kommunikation mit kulturellen Eigenheiten und Missverständnissen konfrontiert.

Migrantische Milieus werden häufig nicht verstanden und nicht erreicht, sie werden als "Parallelgesellschaft" stigmatisiert. Dabei engagieren sie sich stark im Gemeinwesen, und wir merken es nicht. Aktuelle Studien zeigen ein hohes Maß an Bereitschaft zu nachbarschaftlichem Engagement. Soziale Arbeit könnte Türen öffnen und benötigt dazu zentrale methodische Schlüsselkompetenzen:

Ergebnisse

  • Bessere Kommunikation in mehrsprachigen settings
  • Beteiligungsprozesse initiieren
  • Sicherheit in schwierigen Gesprächssituationen

Schwerpunkte

  • Einbeziehung bisher nicht erreichter Bewohnergruppen
  • Anwendung von aktivierenden Sozialraummethoden
  • Strukturelle Anforderungen an quartiernahe Einrichtungen
  • Umgang mit Mehrsprachigkeit, Konflikten und Religion
  • Aufspüren und Einbinden informeller (nicht sichtbarer) nachbarschaftlicher Netzwerke
  • Entwicklung von bürgerschaftlichem Engagement und partizipativer Nachbarschaftshilfe in migrantischen Milieus.
  • Annäherung an interkulturelle Kommunikation
  • Nicht-bevormundende Moderation gruppenbezogener Beteiligungsprozesse
Informationen

18.02.2019-20.02.2019

Tagungszentrum der bakd und fakd, 13156 Berlin-Pankow

20 Teilnehmende
Fach- und Führungskräfte aller Fachdienste im Gemeinwesen, die verstärkt mit Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten

220,00 plus Übernachtung/Verpflegung

Veranst.-Nr.: 453208

Methoden

Vortrag, Gruppendiskussion, Einzelarbeit

Mitwirkende

Frank Dölker, Dipl.-Sozialarbeiter (FH), M.A. Intercultural Communication and European Studies, Ausbildungen in Sozialmanagement, Mediation und systemischem Coaching, Dozent Hochschule Fulda

Bahar Sanli, Kommunikationswissenschaftlerin, Stadtteilarbeiterin im Nachbarschaftshaus Urbanstraße in Berlin-Kreuzberg, Lehrbeauftragte Ev. Hochschule Berlin
Stefan Fröba, Dipl.Soz.Päd. M.A., Bereichsleitung Sozialpsychiatrie, Senioren- und Stadtteilarbeit bei der Diakonie Hasenbergl e.V., Lehrbeauftragter an der Hochschule Fulda
Aninka Ebert, Projektleiterin Bundesakademie für Kirche und Diakonie

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Kontakt

Inhaltliche Anfragen

Frank Dölker
0173 510 54 98
frank.doelker@ba-kd.de

Anmeldung

Michael Rautenberg
030 488 37-495
michael.rautenberg@ba-kd.de