Systemisches Arbeiten in der Psychiatrie/Sozialpsychiatrie 2019 - 2021

20. Zertifizierte Sozialpsychiatrische Zusatzqualifikation - mehrteilige Weiterbildung

Ziel dieser systemisch-sozialpsychiatrischen Zusatzqualifikation ist die Förderung der fachlichen und persönlichen Kompetenzen in den Feldern der Psychiatrie/Sozialpsychiatrie. Damit verbunden ist die Erarbeitung einer systemisch fundierten, sozialpsychiatrischen Arbeitshaltung und spezifischer Vorgehensweisen, die darauf ausgerichtet sind, die eigene Handlungskompetenz für die vielfältigen Situationen des sozialpsychiatrischen Alltags zu erweitern.

Wachsende Bedeutung hat dabei insbesondere die methodische Qualifizierung auf dem Weg zu einer personenzentrierten, sozialpsychiatrischen Hilfegestaltung. Die Weiterbildung trägt damit maßgeblich zur Qualitätsentwicklung in der psychiatrischen Versorgung bei.

Die Themenpalette der sechs Weiterbildungseinheiten umfasst die aktuellen Herausforderungen in dem Arbeitsfeld und reicht von der "Einführung in die Theorie und Praxis systemischen Denkens und Handelns" über die "Vermittlung wissenschaftlicher Kenntnisse über die Erscheinungsformen psychischer Störungen" bis hin zur "Reflexion der eigenen Berufsrolle".

Detaillierte Informationen zu der Weiterbildung, die im September 2019 mit einer Informationsveranstaltung erneut beginnt, senden wir Ihnen gerne zu.

Ergebnisse

Die Teilnehmenden dieser Weiterbildung sind in der Lage, mit psychisch leidenden Menschen, insbesondere mit Langzeitklientinnen und -klienten, neue Lösungswege zur Bewältigung und Gestaltung ihres Alltags zu erarbeiten. Die Klientinnen und Klienten werden hierbei als Experten für die Lösung ihrer Probleme angesehen. Gefördert und angestrebt wird ein möglichst selbständiges, selbstverantwortliches menschenwürdiges Leben im Stadtteil, in der Gemeinde oder in Verbindung mit den verschiedenen Einrichtungen und Diensten.

Dafür wird eine entsprechende Methodenkompetenz erworben. Sie ermöglicht die Arbeit mit Einzelnen, Familien, Gruppen und Gremien und fördert die Fähigkeit, den jeweiligen gemeindlichen, sozialen, institutionellen,

sozialpolitischen und persönlichen Kontext einzubeziehen (Gesprächsführung, Kooperation und Koordination, systemische Perspektive).

Die Reflexion des eigenen Handelns in ethischer Hinsicht ist für alle Lernzielbereiche bedeutsam. Wichtige Themen sind z.B. Fragen des Menschenbildes, der Motivation, der Werte und Normen. Die Teilnehmenden haben ihre eigene Position geklärt und können sie weiter entwickeln.

Schwerpunkte

  • Einführung in die Theorie und Praxis systemischen Denkens und Handelns
  • Wahrnehmung und subjektorientiertes Verständnis der Probleme und Störungen psychisch leidender Menschen unter Einbeziehung ihres lebensgeschichtlichen und sozialen Kontextes (systemisch-sozial-psychiatrischer Arbeitsansatz)
  • Förderung der dialogischen Kompetenz und Gesprächsführung im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen
  • Vermittlung wissenschaftlicher Kenntnisse über die Erscheinungsformen psychischer Störungen, Kenntnisse gesellschaftlicher Faktoren und Einflüsse auf Entstehung, Aufrechterhaltung, Verbreitung und Prävention psychischer Störungen
  • Reflexion des eigenen Standortes in seinen Auswirkungen auf die sozialpsychiatrische Arbeit (Selbst- und Fremdwahrnehmungsaspekte)
  • Kontextbezogenes, kooperationsförderndes Arbeiten; Einbeziehung des Umfelds (Angehörige, Gemeinde/Stadtteil, Gesellschaft)
  • Klärung und Gestaltung der beruflichen Rolle im Arbeitsfeld und in der Institution; Berufsethos
Informationen

Informationsveranstaltung: 19.09.2019-20.09.2019
16.10.2019-19.10.2019
12.02.2020-15.02.2020
17.06.2020-20.06.2020
04.11.2020-07.11.2020
03.03.2021-06.03.2021
23.06.2021-26.06.2021

Tagungszentrum Bernhäuser Forst, 70794 Filderstadt

20 Teilnehmende
Erzieher*innen,

Heilerziehungspfleger*innen

Mitarbeiter*innen in der Behindertenhilfe

2.400,00 plus ca. 250,00 € für ein Schwerpunktseminar, plus Übernachtung/Verpflegung

Veranst.-Nr.: 620815

Mitwirkende

Julia Wiedenbruch, Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin

weitere Fachreferentinnen und Fachreferenten zu spezifischen Themen

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Kontakt

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