20. Werkstatt für Gemeinwesenarbeit

Raum und Macht - Menschenrechtsorientierte Gemeinwesenarbeit  

 

20. GWA Werkstatt Eisenach, 20.06.-22.06.2022

Raum und Macht - Menschenrechtsorientierte Gemeinwesenarbeit

Montag, 20.06.2022 (13:00 Uhr bis 18:00)

Impulse

  • „Der Elefant im Raum“ – Umweltrassismus in Deutschland; Tatu Hey; Berlin
  • Leben auf Müllhalden: Bewältigung – Ressourcen - Empowerment; Manuel Lebek, HS Fulda

Im Anschluss Podiumsdiskussion mit Merfin Demir, rassismuskritisches Rom*nja-Empowerment.

Pause

Werkstattgespräche

Dienstag, 21.06.2022 (9:30 Uhr bis 17:00 Uhr)

Workshops

  • "(un)doing memory" - Umkämpfte Erinnerungen oder Erinnerungskultur in einer Migrationsgesellschaft; Bahar Sanli, Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Berlin
  • Aktivierende Ortserkundungen in quartiersbezogenen Beteiligungsformaten. GWA in der Auseinandersetzung mit extrem rechten Orientierungen; Friedemann Bringt, Bundesverband Mobile Beratung e.V., Dresden
  • Häusliche Gewalt und Community Organizing: das StoP-Konzept; Serife Arora, StoP Harburg, Hamburg
  • Dynamic Facilitation und Bürgerrat; Astrid Köppel; ud Jessica Vogel, Dynamic Facilitation e.V.,
  • Empowerment aus Romani-Perspektiven. Wie sehen die Wirkmächtigen Empowermentmomente von Sinti*zze und Rom*nja aus? Mit Merfin Demir, rassismuskritisches Rom*nja-Empowerment.
  • GWA - Qualitätsstandards; Fabienne Weihrauch (LAG Hessen), Oliver Fehren (ASH), Markus Runge (VskA), Markus Kissling (BAG)

Mittwoch, 22.06.2022 (9:30 Uhr bis 14:00 Uhr)

Werkstatt

Impuls: „Qualitätsstandards für Gemeinwesenarbeit“.

Martin Becker (Professor für Handlungskonzepte und Methoden Sozialer Arbeit,Stadt- und Quartierentwicklung und empirische Sozialforschung, Katholische Hochschule Freiburg

Haben das neoliberale Konzept und wettbewerbsorientiertes Denken nun auch schon Eingang in die Gemeinwesenarbeit gefunden oder weshalb finden sich auf BAG- und LAG-Ebene bereits Papiere zu Qualitätsstandards von/für/der GWA? Dieser und weiteren spezifischen Fragen rund um Qualitätsentwicklung/-standards und Gemeinwesenarbeit wollen wir anlässlich der GWA-Werkstatt nachgehen.

Hierzu wird Martin Becker in einem Input zu seiner neuen Publikation über „Qualitätsstandards für Gemeinwesenarbeit“ auf wesentliche Aspekte einer kritischen Diskussion der Thematik aufmerksam machen.

Anschließend besteht die Möglichkeit des gemeinsamen fachlichen und erfahrungsbezogenen Austausches im Rahmen des „Worldcafés“

Gleichzeitig werden weitere Aspekte der Tagung, neue Fragestellungen, vertiefende Debatten zeitgleich im Worldcafé an weiteren Tischen diskutiert.

Auswertung

 

20.-22. Juni 2022

Mitarbeiter*innen in Praxis, Forschung und Lehre, die sich mit GWA und/oder Sozialraumarbeit beschäftigen

Hotel Haus Hainstein, 99817 Eisenach

350,00

zzgl. Ü/V

Veranst.-Nr.: 452207

Schwerpunkte

 

20. GWA Werkstatt Eisenach, 20.06.-22.06.2022

"Der Elefant im Raum - Umweltrassismus in Deutschland" - eine Kurzstudie zu einem in Deutschland wenig erforschten Phänomen von Imeh Ituen und Tatu Hey. Mit Tatu Hey, Black Earth Collective.Forschung zu Umweltgerechtigkeit konzentriert sich im europäischem Kontext fast ausschließlich auf den Faktor Einkommensungleichheit. Race, die Unterdrückungsdimension, die Umweltgerechtigkeit zu Beginn stark geprägt hat, findet in europäischen Studien kaum Beachtung.

„Selbstbemächtigung von Menschen in der Müllverwertung“ - Manuel Lebek zeigt in seiner Explorationsstudie in Rumänien, Italien und Frankreich verdeutlicht Ressourcenorientierung als zentralen Impulse für Empowerment in Prozessen gelingender Gemeinwesenarbeit.

Raumverdichtung, hohe wirtschaftliche Interessen: Interessengruppen rivalisieren um knapper werdenden und restriktiver geregelten öffentlichen Raum. Solidarität mit den an den Rand gedrängten Gruppen oder Unterstützung bei Partnerschaftsgewalt. Gleichzeitig definiert Gemeinwesenarbeit eine Fall unspezifische Herangehensweise. Dies eröffnet Widersprüche und Fachdebatten.

Aktivierende Befragung, Zukunftswerkstätten und neue Techniken wie Dynamic Facilitation sind integraler Bestanmdteil des Methodenkoffers zur niedrigschwelligen Ansprache bis hin zur Entwicklung von Bürgeräten und anderen Formen der Mit- und Selbstbestimmung.

Eine kritische Auseinandersetzung mit „Qualitätsstandards für Gemeinwesenarbeit“ an Fragestellungen zu neoliberalen Tendenzen und wettbewerbsorientiertem Denken mit Martin Becker leitet eröffnet die "Werkstatt" am dritten Tag als Impuls zum gemeinsamen fachlichen und erfahrungsbezogenen Austausches im Rahmen des „Worldcafés“

Die Werkstatt für Gemeinwesenarbeit (GWA) ist seit Jahrzehnten der zentrale Ort des Austauschs und der Diskussion aktueller Entwick­lungen der Gemeinwesenarbeit. Sie versteht sich als thematische Nahtstelle zwischen aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und aktuellem sozialarbeiterischen fachlichen Diskurs. Im zweijährigen Rhythmus treffen sich Fachleute aus Praxis, Forschung und Lehre aller Arbeitsfelder der sozialen Arbeit und aus der GWA, um Theorie und Praxis fundiert, kreativ und aktuell weiterzuentwickeln.

In den bisherigen Werkstätten entstanden wegweisende Konzepte der GWA, der Quartiersarbeit und der Sozialraumarbeit. Die Arbeit während der Tagung ist auf die auf Beteiligung aller Teilnehmer*in­nen ausgerichtet.

+
+
+

Leitung

Frank Dölker, BAKD
Aninka Ebert, BAKD

Ihr Kontakt zu uns

030 488 37-488

info@ba-kd.de

Inhaltliche Anfragen

Frank Dölker
0173 510 54 98
frank.doelker@ba-kd.de

Anmeldung

Michael Rautenberg
030/ 488 37-495
michael.rautenberg@ba-kd.de

In Kooperation

Bundesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit Nachbarschaftszentrum Urbanstraße Berlin

Stiftung Mitarbeit

Verband für sozial-kulturelle Arbeit

Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit Sektion Gemeinwesenarbeit