Bundesrahmenhandbuch Schutzkonzepte vor sexualisierter Gewalt

In der jüngsten und ferneren Vergangenheit sind auch im Bereich von Diakonie und evangelischer Kirche Fälle von sexualisierter Gewalt sichtbar geworden. Ein Schutzkonzept soll dazu beitragen, dass allen Menschen (Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen), die den Professionellen anvertraut werden, der bestmögliche Schutz gewährt wird. 

2018  wurde vom Institut für Qualitätsentwicklung und Gütesiegel  (IQG) die erste Version des Bundesrahmenhandbuchs Schutzkonzepte vor sexualisierter Gewalt veröffentlicht. Bei diesem Handbuch handelt es sich um einen Leitfaden, der die einzelnen Bestandteile eines umfangreichen Schutzkonzeptes beschreibt und Einrichtungen, denen hilfe- und schutzbedürftige Menschen anvertraut sind, unterstützt. Dieses Handbuch liegt seit 2022 in einer überarbeiteten Fassung vor, unter Einbezug der Zielgruppen Erwachsene sowie Menschen mit Beeinträchtigungen.

Die Einführung und Weiterentwicklung von Schutzkonzepten und die damit verbundene Reflexion der eigenen Haltung gehören zum professionellen Selbstverständnis bei Fach- und Leitungskräften.

Die Verantwortlichen sollen sicherstellen, dass die Einrichtungen und Dienste sich als Kompetenz- wie als Schutzort verstehen.

Die Entwicklung und Implementierung eines Schutzkonzeptes vor sexualisierter Gewalt ist ein fortlaufender und nie abgeschlossener Prozess. Mit diesem Bundesrahmenhandbuch erhalten Einrichtungen Unterstützung zur Weiterführung ihrer bisherigen Prozesse sowie zur Ergänzung und Überprüfung der Praktikabilität und deren Wirksamkeit.

Die Fachtagreihe bietet die Möglichkeit sich bei der (Weiter-) Entwicklung des eigenen Schutzkonzeptes begleiten zu lassen und wertvolle Inputs zu erhalten.

 

30. Januar 2023 bis 02. Februar 2023 | 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
23.- 26. Mai 2023 | 11:00 Uhr - 16:00 Uhr

Fach- und Leitungskräfte, die mit dem Bundesrahmenhandbuch Schutzkonzepte vor sexualisierter Gewalt arbeiten (wollen).

Tagungshaus Akademie Hotel, 13156 Berlin

1.300,00 plus Übernachtung/Verpflegung

Veranst.-Nr.: 843710

Schwerpunkte

  • Einführung in das Bundesrahmenhandbuch Schutzkonzepte vor sexualisierter Gewalt
  • Auseinandersetzung mit Täter*innen/Täter*innenstrategien
  • Verhaltenskodex und Selbstverpflichtungserkla¨rung
  • Notfallplan - Umgang mit Vermutungen
  • Personalgewinnung / Personalauswahl und Personaleinarbeitung und -entwicklung
  • Sexualpädagogisches Konzept
  • Interne Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Nachgehende Begleitung und Aufarbeitung von Vorkommnissen
+

Ergebnisse

  • Die Teilnehmenden sind für die Thematik „Schutz vor sexualisierter Gewalt“ sensibilisiert und mit den Bestandteilen von Schutzkonzepten vertraut.
  • Die professionelle Haltung zu Prävention vor sexualisierter Gewalt ist reflektiert und gefestigt.
  • Die Strategien von Täterinnen und Tätern sind bekannt.
  • Die besondere Verantwortung bei der Personalgewinnung, -auswahl und -entwicklung ist bekannt und findet Anwendung in der Praxis.
+

Methoden

Das Seminar lebt vom Wechsel zwischen Impulsen und (inter)aktiven Kommunikationsformaten.

+

Leitung

Katharina Loerbroks, Dipl. Sozialpädagogin, Systemische Familientherapeutin, Systemische Supervisorin und Organisationsberaterin (DGSv), Mitverantwortliche für das BRH Schutzkonzepte vor sexualisierter Gewalt für das EWDE e.V.
Birgit Böhm, UnternehmerBeratung, Diploma of Advanced Studies Positive Psychologie, Mitverantwortliche für das BRH Schutzkonzepte vor sexualisierter Gewalt für das EWDE e.V.,

Mitwirkende

Miriam Günderoth, Dipl.-Sozialpädagogin, Sexualpädagogin (gap), Traumafachberaterin
Hubert Hellmann, Gesamtleitung Paul Gerhardt Werk
Claudia Paul, Dipl. - Sozialpädagogin, systemsieche Familientherapeutin, Traumafachberaterin
Anita Skobl, Gesamtleitung Don Bosco Jugendwerk Bamberg
Rüdiger Scholz, ehemalige Leitung Jugendhilfe Bethel im Norden

Inhaltliche Anfragen

Dr. Lars Charbonnier

Anmeldung

Michael Rautenberg
030/ 488 37-495
michael.rautenberg@ba-kd.de