Community Organizing

Es gehört zum Anspruch der Gemeinwesenarbeit, an gesellschaftlichen Konfliktpunkten zu arbeiten und Veränderungen gemeinsam mit Betroffenen und nicht für sie zu erwirken.

Wie gelingt es, dass Menschen aus benachteiligten Wohnquartieren sich für ihre eigenen Interessen engagieren, sich organisieren und Verbesserungen bewirken? Oft fehlt die Vision, das Handwerkszeug und auch die notwendige „Power“ um dies anzupacken und etwas zu bewirken- sowohl auf Seiten der Bewohner*innen benachteiligter Quartiere als auch bei den professionell Tätigen.

Community Organizing hat das Ziel, Menschen zu befähigen, sich selbstorganisiert mit ihren Anliegen, Ideen und Forderungen aktiv in lokale und überregionale politische Prozesse einzumischen (Empowerment für zivilgesellschaftliches Engagement).

In dieser Fortbildung erhalten Sie einen Überblick über Methoden und Techniken des Community Organizing, ihre Wurzeln in den USA und lernen aus den Erfahrungen konkreter Praxis in Deutschland und Europa. In Übungen werden die vier Schritte eines Community Organizing-Prozesses erprobt und reflektiert. Dazu gehören die Gestaltung eines Zuhör-Prozesses, der Aufbau eines Aktionskerns mit Recherche, Aktionen und Verhandlungen sowie der Prozess zum Aufbau von passenden Organisationsstrukturen.

Die Fortbildung ist Teil einer neuen Fortbildungsreihe zu integrativer Gemeinwesen-, Quartier- und Sozialraumarbeit. Mit der Belegung von mindestens drei Veranstaltungen und einem abschließenden Fachgespräch erhalten Sie ein Zertifikat der Bundesakademie für Kirche und Diakonie. Sie können die Veranstaltungen frei kombinieren und Ihren eigenen Schwerpunkt wählen. Weitere Informationen.

10. Oktober 2023 | 13.00-18.00 Uhr
11. Oktober 2023 | 09.00-17.00 Uhr
12. Oktober 2023 | 09.00-17.00 Uhr

Fachkräfte und Mitarbeitende aus der Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit, Quartiersmanagement, aus Kirchengemeinden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen.

50670 Köln

380,00 plus Übernachtung/Verpflegung

Veranst.-Nr.: 731409

Schwerpunkte

  • Community Organizing: Haltung, Methoden und Techniken
  • Gestaltung eines Zuhörprozesses, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur Methode der Aktivierenden Befragung
  • Stärkung von zivilgesellschaftlichem Engagement von Personen, die sich sonst eher nicht engagieren
  • Aufbau von passenden, tragfähigen, nachhaltigen Organisierungs-Strukturen
  • Reflexion der eigenen Rolle, um Empowerment zu ermöglichen
  • Nutzung von Elementen des Community Organizing im Quartiersmanagement und in der Stadtteil-, und Gemeinwesenarbeit
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Ergebnisse

Sie

  • kennen die Geschichte und unterschiedliche Ausprägungen des Community Organizings (CO) in USA und in Deutschland
  • Sie können Unterschiede und Gemeinsamkeiten von CO mit anderen sozialräumlichen Arbeitsansätzen benennen und begründen
  • Sie können zentrale Konzeptelemente eines CO-Prozesses darstellen und haben sie (zum Teil) in Übungen erprobt, so z.B. - Die Bedeutung persönlich-öffentlicher Beziehungen und die Praxis von Eins-zu-Eins-Gesprächen zum Aufbau von gemeinsamer Handlungsfähigkeit - Die Reflexion der eigenen Rolle in einem CO-Prozess - Die Entwicklung von taktisch sinnvollen Schritten, gemeinsam mit Bewohner*innen und ihre Einbettung in eine längerfristige Strategie
  • Sie kennen Schritte zur Stärkung von Selbstorganisation und dem Aufbau von passenden Organisationsstrukturen
  • Sie kennen die verschiedenen Dimensionen von Macht und Methoden für ein diversitätsorientiertes, machtkritisches Vorgehen
  • Sie kennen die Bedeutung eigener Mittel (Fundraising) für die Stärkung von Selbstorganisation
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Methoden

Impulsreferate, Gruppenarbeit, praktische Übungen, Rollenspiel, ggfs.Exkursion.

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Leitung

Hille Richers, Forum Community Organizing, Berlin.

Mitwirkende

N.N., Forum Community Organizing e.V.

Inhaltliche Anfragen

Aninka Ebert
0174-347 34 85
aninka.ebert@ba-kd.de

Anmeldung

Michael Rautenberg
030/ 488 37-495
michael.rautenberg@ba-kd.de