Kooperation von Migrant*innenorganisationen und etablierten sozialen Organisationen

Weiterbildung

Lange bevor sich Deutschland als Einwanderungsland bekannt hat, existierten bereits zahlreiche aktive Migrantenselbstorganisationen. Ihre Expertise wurde nur selten wahrgenommen und noch weniger als gleichwertig anerkannt. Heute positionieren sich Migrantenselbstorganisationen als gesellschaftliche Interessenvertretungen, die soziale Themen aus einer erweiterten Perspektive ver- und behandeln. Fragestellungen zur Einwanderungsgesellschaft können nicht mehr aus einer Stellvertretungsperspektive etablierter Organisationen der Dominanzgesellschaft diskutiert und gestaltet werden.

Diese Erkenntnis bildet sich zunehmend auch in den Vergaberichtlinien der Förderprogramme ab, indem sie Kooperationen zwischen Migrantenselbstorganisationen und etablierten Organisationen voraussetzen. Während etablierte Organisationen der Dominanzgesellschaft auf hauptamtlichen Strukturen gründen und auf vergleichsweise gute personelle, zeitliche und materielle Ressourcen zurückgreifen können, sind Migrantenorganisationen in der Regel von ehrenamtlichen Strukturen geprägt und finanziell prekär ausgestattet. Kooperationen sind dann erfolgreich, wenn sie auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ausgerichtet sind. Eine ungleiche Ausgangssituation kann balanciert werden, wenn die beiderseitigen Erwartungen gut geklärt sind und Vorbehalte, Verletzungen und Sensibilitäten im Blick behalten werden.

In der Weiterbildung werden Bedingungen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit analysiert und Möglichkeiten der Auftragsklärung erarbeitet, die den unterschiedlichen Organisationsgraden und –kulturen gerecht wird. Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundeszentrale für Politische Bildung. Es fallen keine Teilnahmegebühren an.

 

27.-28.11.2020 Berlin
22.-23.01.2021 Leipzig
26.-27.02.2021 Fulda
26.-27.03.2021 Wennigsen

Akteure mit Entscheidungsfunktionen aus migrantischen und etablierten Organisationen, Einrichtungen und Initiativen.

kostenfrei (plus Übernachtung/Verpflegung)

Schwerpunkte

  • Bedingungen gelingender Kooperation unterschiedlicher Organisationsformen
  • Gesellschaftlich bedingte Ungleichheitsverhältnisse und Handlungsmöglichkeiten
  • Möglichkeiten der Vernetzung
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Ergebnisse

Sie

  • überblicken Kernkonzepte von Migrantenselbstorganisationen- und etablierten Organisationen
  • erweitern Ihre Kenntnisse über Organisationsdiagnosen und Kraftfeldanalysen für zielgruppengerechte Kommunikation
  • reflektieren Selbst- und Fremdbilder unterschiedlicher Organisationsformen
  • erweitern Ihre Kenntnisse zu diversitätssensibler bzw. inklusiver Öffnung und sind sensibilisiert für Wirkweisen von Dominanzkulturen
  • analysieren geeignete Kooperationsformen in asymmetrischen Organisationbeziehungen
  • sind in der Lage Auftragsklärungen zu gestalten
  • erweitern Ihre professionellen Netzwerke
  • erhalten ein gemeinsames Zertifikat von BAKD und glokal e.V.
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Leitung

Aninka Ebert, BAKD
Llanquiray Painemal Morales, Bildungsreferentin, glokal e. V.
Adam Baher, Trainer in politischen Erwachsenenbildung, glokal e.V. und solar e.V.

Mitwirkende

Frank Rosenbach, Dipl. Sozialpädagoge FH und Diplomsoziologe, Systemischer Coach und Supervisor, Studienleiter in der BAKD
Andreas Knoth, Dipl. Psych., Master of Business Studies, SOCIUS Organisationsberatung
Lucía Muriel, Dipl. Psych., Organisationberaterin und -entwicklerin, glokal e.V.

Ihr Kontakt zu uns

030 488 37-488

info@ba-kd.de

Inhaltliche Anfragen

Aninka Ebert
0174-347 34 85
aninka.ebert@ba-kd.de

In Kooperation

glokal e.V.

Refugee Strike Bochum

Gefördert von

Bundeszentrale für politische Bildung