Systemisches Arbeiten in der Psychiatrie/Sozialpsychiatrie 2023-2024

23. Zertifizierte Sozialpsychiatrische Zusatzqualifikation

Systemische Theorie und Praxis hat im Kontext der (Sozial-)Psychiatrie sowohl professionell Tätigen als auch Nutzer*innen ermöglicht, zu einem sinnvolleren und heilsameren Umgang mit sich selber und anderen zu gelangen.

Sozialpsychiatrisch-systemisches Arbeiten bedeutet, mit Menschen, die aufgrund ihres psychisch - sozialen Erlebens für eine gewisse Zeit oder auch über einen längeren Zeitraum hinweg die Unterstützung anderer Menschen benötigen, neue Wege zur Bewältigung und Gestaltung ihres Alltags zu erarbeiten. Die Klient*innen werden hierbei als Expert*innen für ihre Ziele sowie ihre ersten Schritte und möglichen Wege dorthin angesehen.

In dieser berufsbegleitenden Weiterbildung erarbeiten Sie sich eine systemisch fundierte sozialpsychiatrische Grundhaltung und spezifische methodische Vorgehensweisen. Sie erweitern Ihre eigene Handlungskompetenz für die vielfältigen Situationen des (sozial)psychiatrischen Alltags in der Beratung, Betreuung und Begleitung psychisch erkrankter Menschen.

Durch die geteilte Leitung dieses Kurses ist sowohl die professionelle als auch die Psychiatrie-erfahrene Perspektive kontinuierlich in den einzelnen Seminaren präsent. Dadurch sollen die Teilnehmenden zusätzlich in der Entwicklung ihrer jeweils eigenen, individuellen systemisch -sozial- psychiatrischen Grundhaltungen unterstützt werden.

01.-04. März 2023 | 11.00 Uhr - 16.00 Uhr | Berlin
07.-10. Juni 2023 | 11.00 Uhr - 16.00 Uhr | Chorin
06.-09. September 2023 | 11.00 Uhr - 16.00 Uhr | Berlin
10.-13. Januar 2024 | 11.00 Uhr - 16.00 Uhr | Berlin
24.-27. April 2024 | 11.00 Uhr - 16.00 Uhr | Chorin
25.-28. September 2024 | 11.00 Uhr - 16.00 Uhr | Berlin

Die Weiterbildung ist berufsgruppenübergreifend konzipiert für Fachkräfte in Diensten und Einrichtungen der gemeindepsychiatrischen Versorgung.

Tagungshaus Akademie Hotel, 13156 Berlin u. a.

3.120,00 plus Übernachtung/Verpflegung, zzgl. ca. 220,00 EUR für ein Schwerpunktseminar

Veranst.-Nr.: 620823

Schwerpunkte

  • Theorie und Praxis systemischen Denkens und Handelns
  • Erscheinungsformen, Entstehung, Aufrechterhaltung, Verbreitung und Prävention psychischer Störungen
  • Wahrnehmung und subjektorientiertes Verständnis der Probleme und Störungen psychisch leidender Menschen unter Einbeziehung ihres lebensgeschichtlichen und sozialen Kontextes (systemisch-sozial-psychiatrischer Arbeitsansatz)
  • dialogische Gesprächsführung im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen
  • Reflexion des eigenen Standortes und Erfahrungshintergrunds in seinen Auswirkungen auf die sozialpsychiatrische Arbeit (Selbst- und Fremdwahrnehmungsaspekte)
  • Kontextbezogenes, kooperationsförderndes Arbeiten
  • Klärung und Gestaltung der beruflichen Rolle im Arbeitsfeld und in der Institution; berufsethische Fragestellungen
  • Reflexion sozialpsychiatrischer Themen, Konzepte, Haltungen (Recovery, Empowerment, Trialog, EX-IN-, ...)
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Ergebnisse

Sie

  • erweitern Ihre für das Arbeitsfeld notwendigen Grundlagen systemischen Denkens und Arbeitens,
  • sind in der Lage, in vernetzten Systemen Hilfeprozesse zu entwickeln und zu steuern,
  • erweitern ihre Kenntnisse über die Erscheinungsformen psychi­scher Störungen, gesellschaftliche Faktoren und Einflüsse auf deren Entstehung, Aufrechterhaltung, Verbreitung und Prävention,
  • verfügen über Möglichkeiten der Reflexion des eigenen Standortes und des Erfahrungshintergrunds sowie deren Auswirkungen auf die sozialpsychiatrische Arbeit,
  • gewinnen Sicherheit in Ihren Handlungsmöglichkeiten, in der Gestaltung Ihrer arbeitsfeld- und einrichtungsbezogenen Rolle sowie in Bezug auf berufsethische Fragestellungen.

Kurzum: Sie fördern die Professionalität, Wirksamkeit und Leichtigkeit Ihres Handelns in der Sozialpsychiarie.

 

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Leitung

Susanne Ackers, EX-IN Genesungsbegleiterin und Trainerin, stellv. Geschäftsführungsmitglied der FID gGmbH in Berlin-Spandau, Vorstandsarbeit in den Vereinen expeerienced – erfahren mit seelischen Krisen und EX-IN Deutschland
Claudia Ehlert, Soziologin M.A., Supervisorin (DGSv)

Mitwirkende

Monia Ben Larbi, Bildungs- und Prozessdesignerin, Trainerin, Bildungsarbeit u.a. zu den Themen „Selbstorganisation in Teams“ und „Krankheit als Katalysator von Organisationsentwicklung“
Prof. Dr. phil. Thomas Bock, Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Markus Dautenheimer, Dipl.-Psychologe, Systemischer Supervisor (DGSv, SG), Systemischer Einzel-, Paar- und Familientherapeut
Dr. med. Wolfgang Dillo, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Lehrtherapeut SG, Vorstandsmitglied der Systemischen Gesellschaft
Caroline von Taysen, Dipl.-Psychologin, Netzwerk Stimmenhören e.V. Antje Wilfer, Stimmenhörende, Dozentin, Netzwerk Stimmenhören e.V.

In Kooperation

Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB)