Intersektionalität in Veränderungsprozessen

Weiterbildung zur Multiplitkator*in

Teilhabe für alle gehört zum Selbstverständnis und zum Auftrag von kirchlichen, caritativen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen und Organisationen. Trotzdem gibt es systemische Ungleichheit, Abwertung und Ausgrenzung, die immer wieder reproduziert werden. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen und Personen aus den unterschiedlichen Zielgruppen fühlen sich allein gelassen. Damit Teilhabe gelingen und sich gesellschaftliche Pluralität entfalten kann, muss Begegnungs- und Beziehungsarbeit geleistet und vielperspektivisch begleitet werden.

Die Weiterbildung befähigt Sie, transformative Begegnungen, Arbeitsprozesse und -beziehungen zu ermöglichen und zu begleiten.

Sie verstehen sich als kontinuierlich Lernende mit und von Menschen in unterschiedlichen Positionen von Privilegierung und Benachteiligung.

Sie können Konfliktlinien, Ausschlussmechanismen, Ressourcenflüsse und Potentiale analysieren und einschätzen, wann Sie oder wann andere sprechen sollten.

Sie moderieren Prozesse diversitätsbewusst und machtkritisch und arbeiten situationsbezogen in Ihren jeweiligen Einrichtungen und Arbeitszusammenhängen mit Unterstützer*innen zusammen.

Mit Ihren Kenntnissen zu überregionalen Netzwerken können Sie weiterführende Kontakte vermitteln, z.B. zu Selbstorganisationen, Gleichstellungs-, Inklusions-, Integrationsbeauftragten oder Expert*innen für themenspezifische Workshops.

In der Weiterbildung üben Sie diese Rolle ein. Sie erhalten Räume zum Ausprobieren, zum Arbeiten an eigenen Kompetenzen und Unsicherheiten, zur Reflexion Ihrer eigenen Haltung und Situation.

Dafür bieten wir Ihnen Zeit, Ort, Materialien, Methoden und Gesprächspartner*innen.

12.-15. September 2022 | 13-13 Uhr
14.-15. November 2022 | Online, jeweils 9-13 Uhr
06.-09. Februar 2023 | 13-13 Uhr
17.-20. April 2023 | 13-13 Uhr

Pädagog*innen, Sozial- und Quartiersarbeiter*innen, Gemeindearbeiter*innen, Pfarrer*innen und ehrenamtlich Engagierte mit und ohne Anbindung an soziale Bildungs-Einrichtungen, Vereine und Verbände, Kommunen, Kirchen und Kollektive

Akademie Hotel, 13156 Berlin
Tagungshaus Villigst, Schwerte

1.900,00 plus Übernachtung/Verpflegung

Schwerpunkte

Modul I: Stimme und Sprache

  • Stimme
  • Verständigungshindernisse
  • Streit um Sprache

Modul II: Körper und Raum

  • Sicherheit
  • Sichtbarkeit
  • Räume teilen

Modul III - Online-Veranstaltung: Netzwerken und Kooperationen

  • Recherchewege
  • Auftragsklärung
  • Strategieentwicklung

Modul IV: Erinnerung und Emotionen

  • Scham
  • Hass
  • Vertrauen
+

Ergebnisse

Sie

  • erweitern Ihr theoretisches Wissen zu Diversity und können es zielgruppengerecht teilen,
  • kennen Methoden der situationsangemessenen Intervention und können sie anwenden,
  • haben Storytelling und andere Methoden des Erfahrungsaustauschs eingeübt,
  • erweitern Ihr Expert*innen-Netzwerk und kennen die Grundbedingungen partnerschaftlicher Kooperationsbeziehungen,
  • haben Ihr eigenes Einsatzprofil entwickelt,
  • verstehen sich als kontinuierlich Lernende mit und von Menschen in unterschiedlichen Positionen von Privilegierung und Benachteiligung,
  • erhalten ein gemeinsames Zertifikat der Bundesakademie für Kirche und Diakonie und des Amts für Kirchliche Dienste.
+

Methoden

  • Gruppenarbeit
  • Fallbeispiele und Übungen
  • Körperarbeit
  • Arbeit am eigenen Profil
+

Leitung

Aninka Ebert, Bundesakademie für Kirche und Diakonie, bakd
Christiane Biere, Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung, MÖWe, Evangelische Kirche von Westfalen
Sarah Vecera, Vereinte Evangelischen Mission, VEM, Abteilung Deutschland

Mitwirkende

Sami Omar, freier Autor, Sprecher, Referent für Diskriminierungs- und Rassismusfragen
Valentin Schmehl, queerer Kulturaktivist und Performer
u.a.

Ihr Kontakt zu uns

030 488 37-488

info@ba-kd.de

Inhaltliche Anfragen

Aninka Ebert
0174-347 34 85
aninka.ebert@ba-kd.de

In Kooperation

Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung

Vereinte Evangelische Mission