Verantwortungsgemeinschaften organisieren

Weiterbildung

Die Corona-Krise hat auch in den Gemeinwesen neue Dynamiken entfacht. Versorgungsgemeinschaften entstehen, ehrenamtliche Bewohner*innen entwickeln solidarisches Engagement. Gute Voraussetzungen für einen neuen professionellen Ansatz im Gemeinwesen.

„Caring Communities“ - "Sorgende" Gemeinschaften oder lokale Verantwortungsgemeinschaften haben Konjunktur: Sie unterstützen menschenwürdige Versor­gung und Teilhabe älterer Menschen und von Personen mit Einschränkungen. Sie helfen zu vermeiden oder zu verzögern, dass die Betroffenen in stationäre Einrichtungen zie­hen müssen, weil sie ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen. Sie leisten einen Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen, Älteren und Geflüchteten, Sterbenden und Trauernden.

Damit Versorgungsgemeinschaften in Nachbarschaften das staatliche und kommunale Hilfesystem wirksam ergänzen können, braucht es die gemeinsame Planung, Abstimmung und produktive Kooperation von Verwaltungen, Dienstleistern und Nachbarschaftsinitiativen. Oftmals bringen „jungen Alte“ diese Prozesse voran und sind Treiber*innen einer neuen, generationenübergreifenden "Sorgekultur". Sie wohnen lange am Ort, sind sozial und politisch engagiert, bringen breit gefächerte Lebenserfahrungen ein. Die Weiterbildung vermittelt Ihnen, wie Sie sie dabei wirksam unterstützen können.

 

19.-21.04.2021
27.-29.09.2021

Fach- und Leitungskräfte, die gemeindenah und gemeinwesenbezogen neue Verantwortungsgemeinschaften entwickeln und managen

Akademie Hotel, 13156 Berlin

720,00 plus Übernachtung/Verpflegung

Schwerpunkte

Modul I

  • Einführung in Verantwortungsgemeinschaften
  • Konzepte der Caring Communities und Compassionate Cities
  • Problemlagen und Potenziale älterer Bewohner*innen im Quartier
  • Konzepte der Gemeinwesenarbeit, aktivierende Methoden der Sozialraumarbeit, Erstellen von Sozialraumanalysen
  • nicht bevormundende Moderation in Beteiligungsprozessen
  • Entwicklung von Netzwerken ehrenamtlicher und hauptamtlicher Strukturen

Modul II

  • gemeindenahe Versorgung psychisch kranker Menschen
  • kultursensible gemeindenahe Pflege und hospizliche Arbeit im Quartier
  • Umgang mit Demenz in Organisationen und lokaler Nahversorgung im Gemeinwesen
  • Selbsthilfe, Wohnprojekte und Freiwilliges Engagement Älterer
  • Qualifikationsmerkmale nachbarschaftlicher Unterstützer*innen
  • Management neuer Angebote im Quartier
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Ergebnisse

Sie können

  • Handlungsziele in Gemeinwesen neu definieren, erforderliche Strukturen und Prozesse neu ausrichten, kommunizieren und managen,
  • zielgerichtete Kommunikation in Netzwerken und Organisationen organisieren und Moderationsprozesse gestalten,
  • erforderliche Haltungen, Rollenverständnisse und Funktionen transparent definieren, entwickeln und adäquat zu erweitern,
  • ein eigenes Projekt vor Ort konzipieren.
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Leitung

Frank Dölker, BAKD
Cornelia Coenen-Marx, Pastorin und Autorin, OKR a. D.

Ihr Kontakt zu uns

030 488 37-488

info@ba-kd.de

Inhaltliche Anfragen

Frank Dölker
0173-510 54 98
frank.doelker@ba-kd.de